Die Höhle der Löwen Poster

Nach Warnung durch Verbraucherzentrale: „Höhle der Löwen”-Star wehrt sich


Susan Engels  

„Die Höhle der Löwen“ ist die erfolgreichste Sendung auf VOX und erfreut sich seit nunmehr vier Jahren wachsender Beliebtheit. Und trotzdem hagelte es vergangene Woche mächtig Kritik. Verbraucherschützer aus NRW hatten vor den Produkten aus der Gründershow gewarnt. Daraufhin hat sich jetzt Investor Ralf Dümmel zu Wort gemeldet und die Verbraucherzentrale scharf kritisiert.

Eigentlich sollen die bei „Die Höhle der Löwen“ vorgestellten Produkte das Leben ihrer potentiellen Käufer vereinfachen. Deswegen sind die Artikel oftmals schon einen Tag nach der Ausstrahlung in den Drogerien und Supermärkten zu finden. Aber halten sie auch wirklich das, was sie versprechen? Diese Frage hat sich kürzlich auch die Verbraucherzentrale NRW gestellt und die Gündershow in einer offiziellen Pressemitteilung scharf kritisiert.

Die Vorwürfe der Verbraucherschützer wollte TV-Star und „Löwe“ Ralf Dümmel nicht auf sich sitzen lassen und reagierte prompt. Dabei zweifelt er vor allem die Seriosität des gemeinnützigen Vereins an.

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„Ich bin wahnsinnig enttäuscht“

In ihrer Analyse hatte die Verbraucherzentrale NRW vor allem die schlechten Kundenbewertungen der Produkte hervorgehoben und kritisiert, dass die meisten Artikel anfangs viel zu teuer seien, dann aber letztlich auf dem Wühltisch landeten. Auf hohe Preise folgen satte Reduzierungen, die die Qualität der Produkte zweifelhaft erscheinen lassen. „Wer sofort zugreift, muss seine Neugier oft mit hohen Preisen und auch Enttäuschungen bezahlen“, so das Ergebnis der Untersuchung. Wegen etlicher Verrisse, schlechter Amazon-Bewertungen und eindeutiger Kommentare schlugen die Verbraucherschützer Alarm und warnten vor den Produkten aus der VOX-Show.

In einem Interview mit der Rheinischen Post meldete sich nun „Höhle der Löwen“-Star Ralf Dümmel zu Wort und teilt dabei gegen die Verbraucherzentrale NRW aus: „Ich bin wahnsinnig enttäuscht, weil ich die Verbraucherzentrale für seriös gehalten habe“, so der 51-Jährige gegenüber der Zeitung. Die kurzfristig sinkenden Preise der Produkte sind für ihn kein Grund für Kritik, sondern gehören schlichtweg zu einer funktionierenden Marktwirtschaft: „Man sollte dort eigentlich wissen, dass der Verkaufspreis weder von einem Gründer noch von einem Löwen, geschweige denn einer Fernsehsendung, vorgeschrieben werden darf, weil das Kartellrecht ganz klar regelt, dass der Handel frei in seiner Preisgestaltung ist – es gibt ja schließlich auch einen Sommerschlussverkauf.“ Dass in der Show Produkte vorgestellt werden und gewinnen, die im Verkauf zu wenige Käufer finden, rechtfertigt laut Dümmel auch einen Preisnachlass: „Niemand macht ein Geheimnis daraus, dass es Produkte gibt, die nicht funktionieren. Soll man die Produkte in die Elbe kippen? Das ist doch geschäftlich völlig normal, dass man Waren auch mal reduziert.“

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Auch VOX selbst hatte bereits auf die Pressemitteilung reagiert und die Vorgehensweise des Vereins kritisiert (via DerWesten): „Wie die Verbraucherzentrale NRW nach dem Googeln von zehn der Produkte bei Amazon zu dem Pauschalurteil kommt, ist für uns schwer nachvollziehbar“, so die Sprecherin der RTL Mediengruppe.

Nachdem der Bericht hohe Wellen geschlagen hatte, haben sich auch die Verantwortlichen zu Wort gemeldet. Gegenüber RTL sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale NRW, dass es nicht darum gegangen sei, die Konsumenten vor den Produkten der Show zu „warnen“ oder „ein negatives Bild“ zu vermitteln. Man habe lediglich vor einer zu schnellen Kaufentscheidung warnen wollen. Ob das Zurückrudern Dümmel und den Sender zufrieden stellt, bleibt allerdings abzuwarten.

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